040 – Hilfe zur Selbsthilfe? – Was Entwicklungszusammenarbeit wirklich bewirkt und Bitcoin verändern kann – Friedbert Ot

Shownotes

Was bewirkt Entwicklungszusammenarbeit wirklich? Wie viel von unseren Spenden kommt tatsächlich an – und schafft diese Hilfe nicht neue Abhängigkeiten?

Darüber spreche ich mit Friedbert Ottacher, der seit vielen Jahren Entwicklungsprojekte unter anderem in Uganda und Äthiopien begleitet und gleichzeitig überzeugter Bitcoiner ist. Wir sprechen offen über Erfolge und Grenzen von Entwicklungszusammenarbeit, Verwaltungskosten, Korruption und die Frage, wann Hilfe tatsächlich zur Selbsthilfe wird.

Und wir schauen darauf, was Bitcoin verändern könnte: als Wertspeicher und Zahlungsmittel für Menschen ohne verlässliches Bankensystem, aber auch als neuer Spendenkanal für Hilfsorganisationen. Mit Jugend Eine Welt sprechen wir über eine Organisation, die genau das bereits ausprobiert.

DU ERFÄHRST IN DIESER FOLGE

  • warum eine Hilfsorganisation, bei der „jeder Euro ankommt“, nicht unbedingt die bessere Wahl ist
  • wie kleine Kredite das Leben von Frauen in äthiopischen Dörfern konkret verändern können
  • warum gut gemeinte private Hilfsprojekte sogar Geld verschwenden können
  • warum Menschen in Ostafrika beim digitalen Bezahlen teilweise weiter sind als wir
  • was aus 1,83 Bitcoin wurde, die Jugend Eine Welt bereits 2015 als Spende erhielt
  • warum die Organisation heute einen Teil ihrer Bitcoin-Spenden mehrere Jahre halten will

Eine Folge über Hilfe, die wirklich etwas bewirken soll – und darüber, welche Rolle Selbstbestimmung und Bitcoin dabei spielen können.

VERBINDE DICH MIT FRIEDBERT OTTACHER 21NPO — Bitcoin-Fundraising für gemeinnützige Organisationen: https://21npo.org Bitcoin Spenden by Jugend Eine Welt — seit 2015 Bitcoin-Spenden, die erste österreichische Organisation mit Spendengütesiegel, die das gemacht hat: https://bitcoinspenden.at Aufzeichnung einer Veranstaltung, die gemeinsam im November mit Bitcoin Austria organisiert wurde „Von Sats zu Impact: swie gemeinnützige Organisationen von Bitcoin profitieren können“ https://youtu.be/SV_NU69x5IM

VERBINDE DICH MIT MIR Website: https://www.fixthefamily.net LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/susannedroeber/ X: https://x.com/susannedroeber Kontakt: susanne(at)fixthefamily.net

DISCLAIMER Dieser Podcast dient der allgemeinen Information und Bildung und stellt keine finanzielle, steuerliche, rechtliche oder sonstige Beratung dar.

Transkript anzeigen

00:00:00: Die Entwicklungszusammenarbeit ist ja auch viel kritisch ausgesetzt, im Sinne von bewirkt das etwas.

00:00:04: Jetzt gibt es das schon so lange und was hat sich wirklich geändert?

00:00:07: Ich würde sagen in Großen hat sich wenig geändert weil die Entwicklungs- zusammenarbeit dafür viel zu klein ist.

00:00:12: Von den Summen, die eingesetzt werden, während die Versprechen sehr groß sind.

00:00:16: Ich sehe die Erfolge im Kleinen.

00:00:18: da sieht man sie schon wenn ich beispielsweise in einem Dorf nach Ethiopien reise und sehe wie die Situation der Frauen dort ist, sozialkonomisch auch gesellschaftlich.

00:00:27: Und dann gibt es ein Kreditprogramm und fünf Jahre später kommt man wieder hin.

00:00:30: Und redet mit denselben Frauen, und man sieht was sich da alles geändert hat in der ihren Leben im Kleinen allein dadurch dass jetzt gewisse finanzielle Flexibilität haben eigenes Geld wie sie das investieren in die Kinder in Gesundheit.

00:00:44: Da sieht man schon was diese Initiativen bewirken können mit relativ wenig Geld.

00:00:49: Das ist auch das was mich motiviert wird dahin in der Bronzestädte zu bleiben.

00:01:02: So!

00:01:03: Interview für euch.

00:01:04: Und zwar habe ich Friedbert Ottacher eingeladen, er arbeitet seit vielen Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit und hat Projekte unter anderem in Uganda, Äthiopien und im Süd Sudan betreut.

00:01:17: Er ist aber auch ein überzeugter Bitcoiner.

00:01:20: Seit zwei Jahren betätigt er sich als Brückenbauer zwischen der Bitcoin-Community und der Zivilgesellschaft also den Non-Profit-Organisationen.

00:01:30: so möchte er die Verbreitung von Bitcoin unterstützen und gleichzeitig Bitcoinern, die Spenden möchten ermöglichen das in Bitcoins zu tun.

00:01:38: Und ich habe Friedberg in Prag auf der BTC Pragkonferenz also der Bitcoin Konferenz kennengelernt.

00:01:45: Wir mussten da kurz unterhalten und irgendwie sind wir relativ schnell zu dem Schluss gekommen dass er am besten mal alles was er macht hier bei mir im Gespräch oder Podcast erzählt.

00:01:54: und heute ist es soweit.

00:01:55: Friedberg freu mich total, dass du da bist!

00:01:58: Danke für deine Einladung.

00:02:00: Ja Ja, dann erzähl doch mal ein bisschen über dich.

00:02:02: Wer bist du und was machst Du so ganz genau?

00:02:06: Ja also ich bin ursprünglich aus Kärnten stammend, deshalb habe ich noch ein Dialekt.

00:02:10: Ich hoffe man versteht mich trotzdem.

00:02:12: Bin seit dreißig Jahren im Wiener Braunplanung studiert und nach dem Studium schon den Weg in die Entwicklungszusammenarbeit gefunden über Pakistan-Palästina und dann Ostafrika.

00:02:21: Also ich bin ein gefühltes Urgestein in dieser Branche.

00:02:24: Und seit zwei tausend siebzehn bin ich Bitcoin mit großer Überzeugung.

00:02:29: Vor zwei Jahren habe ich mir überlegt, ich möchte diese beiden Welten zusammenbringen die ja sehr gegensätzlich sind und mich als Brückenbauer betätigen so wie du es gesagt hast.

00:02:36: Ich möchte Bitcoin zu den MBOs bringen unspannende initiativen Projekte von non-profit Organisationen zur Bitcoin Community Und aktuell arbeite ich an dem Buch gutes Geld für gute Zwecke.

00:02:49: da geht's um Bitcoin Fundracing aber auch viel mehr.

00:02:51: also ich möchte Bitcoin Umfassender klären.

00:02:53: Es kann in Zukunft relevant sein Als Absicherum für Kredit der Zahlungsmittel.

00:02:59: viele Optionen, die auch für Non-profit-Organisationen relevant sind können.

00:03:03: Spannend!

00:03:05: Also ganz ehrlich wird ja schon allein dieses Thema Entwicklungszusammenarbeit.

00:03:09: das ist für mich echt irgendwie spannend aber es ist totales Neuland.

00:03:12: deswegen erzählt das doch mal wie bist du da genau dahin gekommen?

00:03:16: und vor allen Dingen was ist das überhaupt?

00:03:19: Ja also ein großes Thema gleich zu beginnen.

00:03:20: ich versuche kurz und dringend anzuschiel.

00:03:23: dann Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Entwicklungszusammenarbeit gestartet und zwar damals von den US-Präsidenten, der gesagt hat die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Armut & Elend.

00:03:34: Wir haben die Mittel und das Wissen diese Armut zu beseitigen und das ist im Interesse der Armen aber auch in unseren Interessen.

00:03:41: also man sieht sehr stark Eigennutz war von Anfang an dabei und damals war es ein kalter Krieg und deshalb wollte man die Länder auf die Seite der Amerikaner bringen und das waren damals neue Länder also ehemalige Kolonien.

00:03:55: Und dementsprechend war es dann so, als es wurde Geld geschickt.

00:03:58: Es wurden Experten geschickt und Großprojekte umgesetzt.

00:04:01: Viele davon sind auch als weiße Elefanten gescheitert.

00:04:03: Man hat Stahlfabriken gebaut ohne dass es dort Nachfrage oder Expertise gab und solche Dinge oft verbunden mit Exportförderung.

00:04:10: Natürlich gab's auch erfolgreiche Projekte.

00:04:12: Die ganzen großen Staudamm-Projekte in Süde in Afrika kommen aus dieser Zeit.

00:04:17: Und die zweite Schiene, da finde ich jetzt tätig ist die zivilgesellschaftliche Entwicklungszusammenarbeit also wo MPOs Spenden sammeln und Projekte umsetzen im kleinen Rahmen.

00:04:27: Man kann es auch als globale Sozialhilfe bezeichnen, sagen wir wissen grad in den Entwicklungsländern haben ja keine Steuersysteme oder gibt's keinen Sozialstaat?

00:04:36: Da halten sich die Familien über Wasser.

00:04:39: und wenn das nicht ausreicht dann braucht es halt oft auch einen Unterstützung von außen besonders im kleinen Rahmen.

00:04:47: Bedarf projekten zu weiteren.

00:04:48: da war ich dann tätig in diesen Bereichen speziell Gesundheit Bildung Landwirtschaft Meistens in ländlichen Gebieten, in Armutsgebieten.

00:04:56: Also man versucht dort zu arbeiten wo das wieder auch vom größten ist.

00:05:00: Okay Und wie bist du da so reingeraten jetzt von deinem Studium und dann in diese Schiene?

00:05:07: Ja ich habe meine Diplomarbeit oder heute sagt noch maß der Arbeit im Nordpakistan geschrieben.

00:05:11: Ich hab mich damit beschäftigt wieder Bergdourismus Im Norden Pakistan solche Auswirkungen der harte ja regionalpolitisch schon sozuökonomisch Und das hat mich sehr fasziniert und ich habe da eben viele NPO's kennengelernt, die dort gearbeitet haben.

00:05:24: Und hab gedacht okay, dort Projektmanager soll es sein, dass wir spannend, man kann gestalten, man trifft interessante Leute... Die Arbeit hat einen Impact weil ein Euro in Österreich ist ein Euro, wenn Pakistan hat der einen Kaufkraftvergleich von vielleicht zehn oder fünfzehn Euro?

00:05:39: Oder eine Diogen, wo ich Lehrergehälter von hundert Dollar habe, dann kann ich natürlich mit ein paar tausend Euro sehr viel bewirken.

00:05:47: Und also überhaupt jetzt, ich meine wie kommt man auf die Idee eine Masterarbeit in Pakistan zu schreiben?

00:05:54: Ja das war damals ein Angebot der Universität.

00:05:56: Interessanterweise.

00:05:58: Damals sehr weltoffen und international aufgestellt und so bin ich reingewutscht in das Ganze weil es war gar nicht so geplant.

00:06:05: Und wie ging's dann weiter?

00:06:06: Also Pakistan hast du da festgestellt okay das ist irgendwie spannend.

00:06:11: Wie bist du dann da in dieses ganze Thema Entwicklungszusammenarbeit wirklich dann konkret eingestiegen?

00:06:16: Und was hast du da, also warst du erst im Pakistan vor Ort dann auch länger?

00:06:20: Genau.

00:06:21: Ich war im Pakistan bei einer Familie und habe die Recherchen gemacht, hab dann das Studium abgeschlossen und hab gedacht okay ich bleibe in der Branche, das interessiert mich und hatte da das Glück relativ schnell einen Job zu bekommen als Berufsanfänger.

00:06:31: und es war damals in Palästina.

00:06:33: Das war damals Friedensprozess.

00:06:35: Arafat kam zurück aus Tunis, es wurden Institutionen aufgebaut, das war sehr viel Geld da auch staatliches Geld Und ich habe dann relativ schnell eine kleine Karriere gemacht, also bin als Leiter einer NGO nach Jerusalem übersiedelt und hab dort die Projekte betreut.

00:06:49: Und zwar so lange bis die Zweite in die Fahrer ausgebrochen ist.

00:06:52: Also das Ganze war nicht stabil und musste danach durchs Büro wieder abwickeln – die Proekte abwickelten weiter Kündiger.

00:06:58: Das war eine harte Erfahrung mit einem sehr intensiver Einstieg.

00:07:02: Bin jetzt zurück auf Wien und hab dann bei verschiedenen MBO's gearbeitet aber immer im Bereich Ostafrika von Wien aus.

00:07:10: Ein, zweimal im Jahr hingereist und habe dort die Projekte betreut und weiterentwickelt.

00:07:16: Und kannst du mal so ein bisschen konkrete Beispiele geben?

00:07:19: Was für eine Art von Projekten waren das dann zu?

00:07:24: Unterschiedlich!

00:07:24: Es waren ja Gesundheitsprojekte beispielsweise Augenkliniken – ich hab ja Licht für die Welt gearbeitet, haben Augenklingien gebaut, Ärzte ausgebildet, Stipende organisiert, Operationsmaterial verschifft solche Dinge.

00:07:38: Jetzt bin ich bei horizontal tausend zuständig für Uganda et Dioblen.

00:07:41: Da haben wir ein Projekt in erster Linie im Bereich Landwirtschaft, also Bauernkooperativen aufbauen, Schulen, Vermarktungssysteme verbessern, nachhaltige Energien fördern mit Energiesparöfen solche Dinge aber auch Thema Frauenrechte.

00:07:54: Also politische Arbeit wird gemacht.

00:07:58: Alles im Bereich Zivilgesellschaft alles das was der Staat sozusagen nicht angreift.

00:08:08: Was für Erfolge gibt es denn da konkret?

00:08:11: Also noch, was könnt ihr da wirklich bewirken vor Ort.

00:08:15: Ja also die Entwicklungszusammenarbeit ist ja auch viel kritik ausgesetzt im Sinne von bewirkt das etwas?

00:08:20: jetzt gibt's schon so lange und was hat sich wirklich geändert?

00:08:23: ich würde sagen im Großen hat sich wenig geändert weil die Entwickungszusammenhabe dafür viel zu klein ist von den Summen der eingesetzt werden während die Versprechen sehr groß sind, also man hat sich da schon selbst auch das Leben schwer gemacht mit großen Versprechungen Armut zu beseitigen.

00:08:37: Das geht natürlich nicht.

00:08:39: Ich sehe die Erfolge im Kleinen.

00:08:40: Da sieht man sie schon Wenn ich beispielsweise in einem Dorf noch Ethiopien reise und sehe wie die Situation der Frauen dort ist ja sozialkonomisch auch gesellschaftlich.

00:08:50: Und dann gibt es ein Kreditprogramm und fünf Jahre später kommt man wieder hin und redet mit denselben Frauen und man sieht was sich da alles geändert hat in deren Leben im Klein allein dadurch dass jetzt gewisse finanzielle Flexibilität haben, eigenes Geld.

00:09:03: Wie sie das investieren in die Kinder und in Gesundheit?

00:09:06: Natürlich gibt es dann auch Spannungen mit den Männern.

00:09:08: also immer auch beidseitige Effekte ist klar.

00:09:12: aber da sieht man schon was diese Initiativen bewirken können mit relativ wenig Geld.

00:09:17: und das ist auch das was mich motiviert weiterhin in der Grundstätik zu bleiben.

00:09:21: Ich bin jetzt mal ganz neugierig.

00:09:23: Frag mal so ein bisschen nach Wertmar-Konkreter, wie muss ich mir das vorstellen?

00:09:26: Wie ist so'n Dorf im... Was war das jetzt in Sudan?

00:09:30: Das war in Äthiopien.

00:09:31: In Äthipien.

00:09:33: Wenn du da ankommst irgendwie bevor ihr da jetzt wirksam wart was muss ich mich davor stellen?

00:09:39: Was für eine Situation vor allem für die Frauen jetzt wenn du das erwähnst und was passiert dann konkret?

00:09:45: oder was kommt am Ende wirklich konkret aber raus?

00:09:49: Ja, also traditionelle Situation, traditionelles Dorf in Äthiopä natürlich extrem.

00:09:54: Partei auch alle Strukturen, Männer bestimmen alles.

00:09:57: Frauen haben wenig Entwaltungsmöglichkeiten können wenig mitbestimmen.

00:10:02: Man schafft damit ein Projekt und das machen Partner vor dass ich bin da noch ganz im Hintergrund Ich komme gleich mal hin um zu schauen ob es in großem Ganzen läuft.

00:10:10: Die schaffen erstens einmal so Austauschräume für die Frauen.

00:10:13: Es werden Sparvereine gegründet.

00:10:14: dort können sie sich austauschen bekommen eine gewisse finanzielle Alphabetisierung, wie spare ich.

00:10:20: Aber was mache ich mit den Geld-Businesspläne auf ganz kleiner Niveau?

00:10:24: Und dann wird angespart und der Verein entscheidet dann wer Geld bekommt natürlich mit einem gewissen Zinsrate und dann kann investiert werden.

00:10:33: Und ein Großteil ist sehr informeller Sektor.

00:10:35: das heißt die Leute verkaufen Obst Gemüse Seife wir auch immer machen kleine Businesses und so schaffen sie aber wirtschaftlich in Gang zu kommen und etwas auch die Seite zu legen.

00:10:44: Und damit schaffen sie für sich eine gewisse Selbstbestimmung, haben eigenes Geld und können Akzente setzen.

00:10:52: und Frauen das wissen wir investieren in erster Linie in der Bildung der Kinder oder in den Haushalt oder in kleine Verbesserungen während bei Männern was anders aussehen kann erstmal auch nicht gehen um ins Gasthaus oder machen andere Dinge.

00:11:04: es ist viel nachhaltiger mit Frauen zu arbeiten und wenn man das über viele Jahre macht dann sieht man die Effekte im Kleinen oft in den einzelnen Bürographien.

00:11:12: Ich sehe es jetzt nicht im Großen, im Dorf – ich sehe natürlich wenn jetzt Bevorpanäle an den Dächern sind oder wenn jetzt mehr Zinndächer und Wellblech-Dächer sind und weniger Gras-Dächer.

00:11:21: da sind natürlich auch Entwicklungsindikatoren.

00:11:26: Und du hast jetzt gerade gesagt dass es dann aber auch Schwierigkeiten mit den Männern geben kann?

00:11:31: Also ich stelle mir das dann vor, dass die das vielleicht nicht so unterstützen, dass sich die Frauen plötzlich selbstständig machen selber lernen und denken und so wie geht ihr damit um?

00:11:41: Ja, das geht nur da durch, dass man die Männer dann mitnimmt.

00:11:43: Das heißt du bittest auch den Männern etwas an im Sinne von Austauschschulungen wie auch immer Evernus-Racing nennt man das.

00:11:50: Weil natürlich kann das noch hinten losgehen in einzelnen Fällen als es dann zum Beispiel halt Gewalt kommt, dass sich Männer in ihrer Rolle beschädigt fühlen und nicht mehr ernst genommen fühlen.

00:12:00: Sie haben nicht mal diesen Heimfluss wie früher.

00:12:03: Kommt drauf an!

00:12:04: Also es gibt immer beide Seiten ja aber nie voll überblickte positive Seite deutlich.

00:12:09: Was wir sehen und wir machen auch Evaluierungen, Befragungen.

00:12:12: Also das ist nicht den Luft der einen Raum.

00:12:14: Und dann sind ja schon was wirkt und was nicht so wie.

00:12:17: Inwieviel Dörfern kann man sich das vorstellen?

00:12:19: Seid ihr da aktiv?

00:12:22: Als Ethiopänen haben wir vier große Projekte... also groß ist ungefähr hunderttausend Euro im Jahr.

00:12:27: Da kann man schon einiges bewirken.

00:12:30: Das sind wir in einer Größenordnung von acht bis zehn tausend Menschen.

00:12:37: Dörfer kann ich da jetzt nicht genau sagen, ob das für die Fünfzig, Sechzig sind.

00:12:42: Okay.

00:12:42: Und du hast gerade auch irgendwie noch was von Augenkliniken und so erzählt, habe ich grad so noch im Ohr?

00:12:47: Was sind das dann für ... Das ist ja da ein anderes Rad.

00:12:51: Das war eine andere Organisation und die war eher im Gesundheitssystem wirklich relevant.

00:12:57: Da arbeitet man natürlich mit dem Staat zusammen.

00:12:59: Der Staat hat nicht die Finanzmittel oder gibt es lieber anderweitige Ausstichwortaufrüstung oder sonstiges.

00:13:06: Und der Gesundheitssektor, Bildungssektor wird oft NGOs überlassen, sagen wir diesen Grad.

00:13:10: Und in Äthiopien haben wir einfach Augenkliniken gebaut und finanziert, und waren ein Maßgebliher Player der Versorgung von Augengesundheit.

00:13:19: Du hast einen großen Hebel, weil Katarakt-Operationen sind relativ günstig, aber Lebensveränder.

00:13:24: Das war der Zugang für nicht die Welt.

00:13:26: Man hat gesagt, okay, wir ermöglichen Katarakteroperationen im großes Stil.

00:13:34: Und dazu kommen Kliniken.

00:13:35: Jetzt sagst du ... Die Verbesserung, die Optimierung der Lebenssituation vor allem bei den Frauen in den Dörfern, denen ihr tätig seid.

00:13:44: Aber halt schon so im Kleinen!

00:13:47: Also das ist nicht der große Hebel.

00:13:49: Wie entgegen... also du hast vorhin selber diese Kritik angesprochen dass man nur der Entwicklungshilfe irgendwie mal so sagt naja aber so richtig was bewirken?

00:13:57: langfristig und im großen Stil scheint es ja irgendwie nicht so.

00:14:02: wie entgegnest du?

00:14:04: solchen, so einer Kritik.

00:14:05: Oder wie kommst du der?

00:14:07: Was hältst du da

00:14:07: entgegen?".

00:14:10: Ja also den großen Hebeln haben wir nicht in der Hand mit der Entwicklungszusammenarbeit.

00:14:13: dafür ist das System zu komplex und dazu braucht es viel mehr Mittel.

00:14:16: und die Mittel schrumpfen ja.

00:14:17: Wir wissen ja, dass Frankfurt USERD eingestellt auch in Europa sinken, die Spendenmittel stagnieren.

00:14:24: Fokus geht eher an Projekte in unserem Land.

00:14:27: Also die Entwicklungs- zusammenarbeit hat das wirklich Nicht leicht.

00:14:30: zur Zeit für ein System Änderung ist es natürlich viel, viel zu klein.

00:14:35: Deshalb beschreibe ich ja auch so konkrete Fälle wo ich sage okay im Kleinen bewirkt das schon etwas und da braucht's einen langen Atem.

00:14:42: mit einem zwei drei Jahres Projekt wird man wenig verändern.

00:14:45: Da muss man schon zehn oder fünfzehn Jahre tätig sein in einer Region.

00:14:52: Was glaubst du denn woran das liegt?

00:14:55: Bei uns heißt das immer Entwicklungshilfe mitgekriegt.

00:14:59: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit?

00:15:04: In Entwicklungshilfe würde man nicht mehr sagen, das ist ja eine Dämonologie aus den siebziger Jahren oder auch Frühjahren.

00:15:09: Entwicklungszusamenarbeit ist wie man es heute sagt im Sinne von... Man will damit insuinoieren dass was auf Augenhöhe ist, dass es gemeinschaftlich ist, das es nicht top-down ist sondern arbeitet zusammen an einem gemeinsamen Ziel.

00:15:22: Und während Hilfe ist er eher assistenzionalistisch.

00:15:27: Aber ist das denn wirklich so?

00:15:28: Also, ist es eine Zusammenarbeit?

00:15:30: kommen diese Dörfer auf euch zu und sagen hey wir möchten gerne mit euch zusammenarbeiten.

00:15:35: Wir möchten hier wirklich was bewirken.

00:15:37: oder sind das die einzelnen Frauen die dann sagen ich muss hier irgendwie mich verändern oder ich möchte irgendwie vorankommen oder wie kommt denn das dann überhaupt zustande?

00:15:45: solche Projekte

00:15:47: also.

00:15:47: im Idealfall kommt es so zustande dass die Idee Wenn das Projekt wirklich vor Ort erarbeitet wird, dann gibt es so partizipative Methoden und Prozesse.

00:15:55: Und wenn man das gut umsetzt kann das auch funktionieren.

00:15:57: Das heißt die muss sich auf einmal schaffen.

00:15:59: Ich brauche jemand nicht dass gut anleitet moderiert da kann das funktionieren.

00:16:02: Es gibt aber natürlich auch Fälle wo... ...die Fördergeber klare Vorschläge und Interessen haben und sagen okay uns ist wichtig Geschlechtergleichstellung deshalb fördern wir solche Projekte.

00:16:12: Es können sein dass das am Kerninteresse der Leute vorbei geht und dann werden die Projekten auch nicht erfolgreich sein.

00:16:18: Das heisst wirklich erfolgreich sind sie nur wenn Die Zielgruppe, so nennen wir das oder die Begünstigten im Fahrersitz sitzen in der Driving Seat.

00:16:27: Dann funktioniert es mit der richtigen Unterstützung.

00:16:30: aber es ist nicht immer so.

00:16:33: Oft gibt's auch politische Interessen, dass gewisse Projekte gefördert werden.

00:16:37: Leichter tun wir uns wenn man mit Spendenmitteln arbeiten will.

00:16:39: da kann man dann selbst mit dem Partnern guter Zielgruppen bestimmen.

00:16:43: Wenn es staatlich gefördert wird, ist es oft ein Geschränkter

00:16:46: Ja.

00:16:46: Das heißt, nehmt ihr dann auch wirklich Widerstände von denen wahr die ja eigentlich unterstützen wollt weil die gar nicht so weit sind diese Unterstützung anzunehmen.

00:16:55: verstehe ich das richtig?

00:16:56: Das kann doch sein wobei es ist eher weniger Widerstande sind sie noch nachvollziehen und eine gewisse Passivität.

00:17:01: dann kommt niemand zum Training oder interessiert sich dem Leute halt nicht zu.

00:17:05: damit wird das Projekt eher versand'n.

00:17:09: Na gut, das kennt man ja auch aus Unternehmen die dann irgendwelche Trainings ansetzen und eigentlich versteckt keiner was es soll.

00:17:14: Und so kommen sie zwar aber machen halt nix.

00:17:18: Ist das so ähnlich?

00:17:19: So ähnlich,

00:17:20: ja!

00:17:20: Ja okay... Jetzt gibt es ja eigentlich in diesem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit auch oft die Kritik so, dass da halt viele Strukturen sind wo das Geld erst mal reinfließt und das gar nicht dann da ankommt wo's eigentlich gebraucht wird.

00:17:36: Wie ist denn da jetzt also wirklich auch im Großen gesehen deine Erfahrung damit?

00:17:41: Stimmt das oder ist das eigentlich ein Missverständnis?

00:17:45: Ja das ist ja gängige Kritik Und auch hier, man kann nicht alles über einen Kampf stellen.

00:17:51: Ich gebe einmal ein Beispiel.

00:17:52: Ich kann jetzt das Organisation sagen bei uns kommt jeder Sehnt jeder Euro an.

00:17:55: es gibt so Organisationen.

00:17:57: Das heißt aber ich mache und ist alles erjährenamtlich.

00:17:59: Das heisst ich überweise das Geld einem Partner.

00:18:02: Ich mache aber keine Qualitätssicherung Keine Buchprüfung kein Anmorditorin keine Evaluierung und das sind aber Dinge die wichtig sind besonders was im größere Summen geht Und sobald staatliche Mittel involviert sind, muss ich das sowieso machen.

00:18:15: Das heißt, ich brauche Struktur und es braucht Leute beispielsweise wie mich – Ich bin auch Oberhät, ich wäre auch Struktur – der halt die Qualität managt.

00:18:24: Es gibt so Eckdaten.

00:18:25: Also wir zeigen den Aufwand für Verwaltung und Projektmanagement und Qualitätssicherung mit all diesen Elementen, die ich gesagt habe – Buchprüfung evaluieren und so weiter – kostet zehn bis fünfzehn Prozent.

00:18:37: Wenn ich selbst durch die Mittel generieren muss, also Spendenwerbung machen muss kann das aufgehen bis zu twenty-fünf Prozent.

00:18:43: Aber mehr soll es wirklich nicht sein und das ist auch der Standard beim Spendegütesiegel.

00:18:48: Also in Österreich haben wir so ein Spendengütesiedel dass die meisten Organisationen haben, da müssen sie sich dem unterwerfen und sagen okay, wer geben wir nicht aus?

00:18:57: Und das finde ich legitim und ok für qualitätsvolle Arbeit.

00:19:01: Es gibt aber durchaus auch so entwickelungspolitische Sonntagsfahrer, die über Charity-Events machen oder sagen der Reingewin geht ins Projekt und wenn man sich dann anschaut was das Ident gekostet hat ist ja das vielleicht nur zehn Prozent.

00:19:14: Das ist um eine Erfahrung!

00:19:16: Wenn man jetzt sagt okay ich finde zu diesem Part, ich sehe dass in einem Dorf sich irgendwie etwas konkret verändert also das wäre was wo ich gerne unterstützen möchte.

00:19:29: Woran erkenne ich denn jetzt als eine, die noch bereit ist irgendwie was zu teilen und zu geben?

00:19:34: Ob das so ein Sonntagsfahrer ist wie du es gerade gesagt hast oder ob das eben etwas ist wo's wirklich am Ende ankommt.

00:19:42: Wie kann ich ihn selber feststellen?

00:19:45: Es gibt schon ein paar Marken wo man das feststellen kann.

00:19:48: Einerseits wie transparent ist die Organisation?

00:19:50: also wie schauts aus mit Jahresberichten, Finanzberichten?

00:19:53: stellt die Evaluierungen auf die Webpage über Projekte?

00:19:57: sind die auskunftsfreudig, geben dir auch die Informationen wie viel sie im Oberhett und so weiter verbrauchen.

00:20:03: Also das ist mir ein wichtiger Marker.

00:20:05: natürlich auch ein bisschen die Geschichte, wie lange gibt es dir schon?

00:20:07: Wer steckt dahinter?

00:20:10: Es gibt immer wieder so windige Organisationen.

00:20:13: da muss man wirklich aufpassen.

00:20:15: kritisch bin ich auch bei diesen Sonntagsfahrern.

00:20:17: Das sind oft sehr engagierte Leute, die vielleicht im Urlaub in der Diopien angesprochen werden und sagen diese Familien müssen unterstützen dieses Dorf, da brauchen wir jetzt eine Schule.

00:20:26: Die bauen dann eine Schule, sammeln Spenden und erschienen sich unglaublich.

00:20:30: Und dann erkennen sie ja, dass diese Schule erstens nicht staatlich legitimiert ist, das niemand die Lehrer gehält der Zeit, dass es da keine Lehrpläne gibt, die bewilligt sind... ...und dann landen Sie oft bei etablierten Organisationen oder bei uns, ne?

00:20:43: Und fragen wir mich an, was machen wir mit der Schule, können Sie diese Schule übernehmen?

00:20:47: Und dann wird's halt wirklich schwierig, weil das ist eigentlich eine Verspennung von Geldmitteln.

00:20:54: Also so Sachen erlebe ich immer wieder.

00:20:55: Ich bleibe hier schon dafür, dass man mit etablierten Organisationen arbeitet.

00:20:59: Der sich anschaut, wie viel haben die Oberhälte?

00:21:01: Wie arbeiten sie?

00:21:03: Und der Großteil ist in einem Rahmen, wo ich sage, das ist okay.

00:21:06: So arbeitet man professionell.

00:21:08: Das kann man legitimieren!

00:21:10: Meinem Gefühl nach wäre es jetzt so, dass je größer die Organisation und bekannter ist.

00:21:15: Ich denke jetzt an sowas wie SOS Kinderdörfer oder sowas.

00:21:19: Das umso mehr Geld aber irgendwie in der Organisation Werbung.

00:21:24: Also ich war da auch einige Zeit selber irgendwie engagiert habe da irgendwie meine Spende immer irgendwie so.

00:21:30: dann kriegt man den Brief und noch ein Brief.

00:21:32: Und so wo ich über dachte so hey ich brauche dem Brief nicht gibt das Geld doch bitte irgendwie lieber in das Dorf, dass sich da unterstütze.

00:21:40: Wie nimmst du das wahr?

00:21:41: Also braucht es das sozusagen, dass Marketing dieser Organisation damit das weiterläuft?

00:21:48: oder ist das doch irgendwie dann auch so eine Verschwendung von Geldmitteln.

00:21:51: Nein,

00:21:53: sich sieht das als Verschwindung.

00:21:54: also Fundraising ist ein hartes Geschäft.

00:21:57: vieles funktioniert drüber über Mailings aus Überbriefe Das ist alles ziemlich durchkalkuliert, das funktioniert auch nach wie vor.

00:22:05: Wenn du keine Briefe möchtest, müsst ihr es dir einfach informieren und sagen in der Datenbank bitte anklicken, keine Spendeninformationen, dann kriegst du da keine mehr.

00:22:11: aber Fundraising funktioniert so.

00:22:14: also das kann man jetzt glaube ich nicht großartigen Fragen stellen oder ändern.

00:22:19: natürlich gibt's Organisationen die von der Struktur, der so als Kinderdorf wäre eine Struktur die unglaublich komplex ist wo vielleicht doch einiges an Kürzungsmöglichkeiten da sind.

00:22:29: ja Bei kleineren, mittelgroßen Organisationen sehe ich das weniger.

00:22:35: Man müsste es reinschauen.

00:22:36: Gut bei so einem Kinderdorf kommt dies aus Kanal dazu natürlich.

00:22:38: Das ist das Schlimmste was passieren kann.

00:22:42: Man muss sich's im Einzelfall anschauen.

00:22:45: Wie ist deine Erfahrung?

00:22:46: Weil das wird ja auch gerne mal ein bisschen hinein interpretiert.

00:22:50: zum Thema Korruption

00:22:54: Ja, ein Thema mit dem ich mich sehr beschäftigt habe Ich bin jetzt schon lange dabei und Folgendermaßen umreißen.

00:23:04: Also wie ich begonnen habe Ende der neunziger Jahre war Korruption kein großes Thema, das hat man ja nicht so genau wissen wollen.

00:23:13: Das hat sich komplett gedreht.

00:23:14: mittlerweile gibt es keine Organisation mehr jedenfalls keine Siröse die nicht eine Anti Corruption Policy hat.

00:23:20: ganz klar regeln Die einen Ombudsmann hat Man nie melden kann, wo dann wirklich auch agiert wird.

00:23:28: Ich selber in meiner Karriere habe mit einigen Korruptionsfällen zu kämpfen gehabt.

00:23:33: Meine Erfahrung ist die Die Summen, die korrempiert wurden waren immer schockbar.

00:23:37: Es war nie mehr als ein paar Tausend Euro.

00:23:39: Die Projekte sind nicht groß.

00:23:40: Das meiste ist eh fix verplant.

00:23:42: Du kannst gar nicht so viel machen Aber der Schaden ist natürlich immens.

00:23:46: Der Schaden is immense.

00:23:48: Da auffahnt dies immens.

00:23:49: Du musst Projekten abbrechen.

00:23:50: Die Leitragenden sind die von den Projekts profitieren sollen Weil das Projekt dann stoppt.

00:23:56: Aber das kommt vor, aber es kommt nicht oft vor und wir dürfen mir nicht vergessen, Korruption soll sich auch bei uns geben.

00:24:03: Also kannst du ausschliessen,

00:24:04: da wächst nirgends.

00:24:05: Nee nee also um Gottes Willen das wollte ich damit auch nicht gesagt haben aber weil es in dem Zusammenhang eben oft glaube ich auch so einfach in den Köpfen drin ist.

00:24:13: Das heißt da läuft ja dann wahrscheinlich so dass man irgendwie Spendengelder auszahlt und dann die Hälfte erstmal irgendwie so der Schreibtischublade verschwindet und der Rest erst irgendwie weitergegeben wird.

00:24:23: oder wie muss man sich das so...

00:24:27: Ich kann es nur für meine Organisation sagen und bei den meisten anderen, das ist auch so.

00:24:29: Es gibt Projektverträge, es gibt ganz klare Standards mit den Überweisungen, Mitzeichnungsberechtigungen... Es gibt due diligence checks.

00:24:36: Das wird mittlerweile sogar bürokratisch alles extrem überfachtet als es fast in ein anderes Extrem gegangen hat.

00:24:42: Natürlich wenn du kreativ bist kannst du noch immer Summen unterschlagen.

00:24:46: Lass dich hier nie ausschließen!

00:24:49: Es gibt diese Sprichworte mehr Regeln.

00:24:51: also mit Regeln kannst du Korrektion nicht wirklich stoppen.

00:24:54: Du kannst so minimieren Aber wie sagen wir so, die Wahrscheinlichkeit ist extrem zurückgegangen.

00:25:01: Also meine Beobachtung ist es ist deutlich weniger.

00:25:04: Seitdem man diese strengen Regeln hat am Anfang wird's mehr.

00:25:07: Klar, die Regeln kommen rein und dann wirds weniger.

00:25:10: Das Gleiche bei Kinderschutz-Safeguarding war früher auch kein großes Thema.

00:25:13: jetzt gibt das bei allen Organisationen Und die Fälle kommen.

00:25:18: Konsequenzen werden gezogen und dann geht´s zurück weil alle bekommen haben und sich eher daran halten.

00:25:27: Einfach wichtiges Thema.

00:25:28: und ich glaube ein weiteres Thema noch.

00:25:30: Und dann kommen wir mal zu einem erfreulicheren Leben, aber das wird spannend, dass man alles so durchzukauen.

00:25:38: Was was ich auch immer noch im Kopf habe zum Thema Entwicklungszusammenarbeit ist, dass da ja sozusagen immer wieder etwas reingeben muss und eigentlich sollte es ja sowas wie Hilfe zur Selbsthilfe sein.

00:25:51: Aber manchmal hab' ich eben das Gefühl, Abhängigkeiten schafft, dass sie sich irgendwie darauf verlassen, dass da immer irgendwoher noch Geld aus der reichen Welt kommt und das irgendwie sozusagen nicht dazu wirklich animiert selber auf eigenen Füßen zu stehen.

00:26:08: Jetzt hast du vorhin eigentlich schon ein bisschen anders erzählt von den Einzelfällen und den Frauen die ihr unterstützt.

00:26:14: aber magst du dazu auch nochmal was sagen wie da so dein Gesamteindruck ist?

00:26:18: Ja gerne, also Abhängigkeiten erzeugen ist natürlich auch ein gängiger Kritikpunkt der Entwicklungszusammenarbeit weil immer weiter finanziert wird.

00:26:26: Man muss aber sagen es werde ich nicht mehr das gleiche weiterfinanzieren sondern gibt's natürlich auch Entwicklungsstufen was man auch feststellen kann.

00:26:33: früher war schon oft so auch beispielsweise wenn wir jetzt mit Bauern gearbeitet hat dass die Werkzeug bekommen haben, Trainings bekommen haben Saatgut bekommen haben und nächstes Jahr wieder das gleiche.

00:26:45: Und so entsteht dann schon die Mentalität Es gibt immer etwas ich muss mich nicht groß anstrengen Diese Handout-Mentalität oder Charity-Mmentalität nennen wir das.

00:26:53: Davon ist man aber ziemlich abgerückt.

00:26:55: also ich kenne kaum mehr solche Projekte Sondern Man bietet an im Sinne von Wir unterstützen euch wenn ihr als Kooperative organisiert, wir unterstützen euch bei der Vermarktung Wir vernetzen euch, wir bilden euch aus.

00:27:06: Also bekommt für uns Wissen Ihr bekommt von uns vielleicht eine Anschubfinanzierung, aber ihr bekommt nicht regelmäßig Saatgut-Werkzeuge und sonstiges.

00:27:14: Das müsst ihr selbst organisieren und auch bezahlen im Endeffekt.

00:27:18: Und take it or leave it!

00:27:20: Also das ist das Angebot, was wir haben.

00:27:23: Und das schafft dann schon sehr stark eigene Initiative natürlich so ein Risiko dass man damit die ärmsten der Armen ausschließt weil sie vielleicht weiterhin diese Charity brauchen und eher die gewinnt, die eh schon tüchtig sind um Geschäftsdüchtige.

00:27:36: Aber im Sinne deiner Entwicklung ist das der bessere Weg.

00:27:40: Und Charity wird immer geben, es werden immer Menschen geben die wirklich unterstützt werden müssen direkt.

00:27:46: aber das ist dann eine andere Schiene und das wäre keine Entwicklungszusammenarbeit im klassischen Sinn.

00:27:51: Naja es macht ja auch Sinn die zu unterstützen die wirklich was wegschaffen wollen und können weil ich meine der Effekt wird sich ja trotzdem dann auch auf die ärmeren in der Gesellschaft Beziehen, weil also ich verstehe das ganze so und vielleicht kannst du da gleich auch noch mal so einen großen Bogen jetzt aus deiner langen Erfahrung in die Du schon jetzt hast ziehen.

00:28:12: Ich verstehe es ganz ja so dass es eigentlich darum geht ja diese ganzen ärmeren Regionen der Welt irgendwie voran zu bringen und ihnen irgendwie nur zur Unterstützung zu geben sich eben selbst zu entwickeln.

00:28:23: am Ende oder?

00:28:24: Und wie ist denn so dein Eindruck jetzt aus Deiner jahrzehntelangen Erfahrung?

00:28:27: ist das auf dem Weg?

00:28:29: passiert das wirklich?

00:28:32: Ja, also wir sehen ja global große Fortschritte im Sinne der Menschen.

00:28:36: Einzelter Menschen, die aus der Amtszone rauskommen.

00:28:38: Also wenn wir noch China und Indien schauen natürlich gigantisch, aber das war jetzt die Entwicklungstossamenarbeit, die das bewirkt hat klarerweise.

00:28:44: Wir schauen auf Sub-Sahara Afrika auf die List Develop Countries.

00:28:47: Das sind Länder wo durchschnittliche Jahre sein kommen unter tausend Dollar liegt.

00:28:53: Und diese sind größtenteils in Sub-sahara Africa.

00:28:56: Und dort ist die Entwicklungssassamenarbeit natürlich schon ein größerer Player.

00:28:59: kriegt auch einiges zu den Staatsbudgets bei ja, also die staatlichen Entwicklungszusammenarbeit.

00:29:04: Aber auch dort sehen wir Fortschritte.

00:29:06: beispielsweise Einstuhlungsraten da und das ist für mich sein Indikator.

00:29:08: In der Neunzehntein neunzig ging eines von zwei Kindern zur Schulutmessens was der Bub war.

00:29:14: jetzt einige Jahre später sind es vier vom fünf und halbwegs aufgeteilt geschlechtermäßig.

00:29:20: Da wurde natürlich auch viel investiert in Grundschulen usw.

00:29:23: oder Gesundheitsindikatoren Malaria, weniger Sterbefälle, bessere HIV, AIDS-Treatments, duberkulose.

00:29:31: Da sind auch sogenannte low hanging fruits.

00:29:33: da kann ich mit gezielten Investitionen viel bewirken oder Müttersterblichkeit senke Kindersterblichkeiten senken.

00:29:37: das ist alles viel besser geworden in den letzten Jahrzehnten.

00:29:42: Und jetzt mal noch eine sehr provokante Frage weil sie mir gerade im Kopf kommt so Was wäre?

00:29:48: was ist denn deine Einschätzung?

00:29:49: Was in diesen Ländern passieren würde wenn nicht solche Organisation wie euch gäbe die jetzt wirklich so unten an der Basis fördern und unterstützen.

00:29:59: Was, wenn man die so jetzt sich komplett selbst überlassen würde?

00:30:03: Ja dazu gibt es ja durchaus schon Beispiele.

00:30:06: also USAID wurde abgeschafft von Trump und Elon Musk und die haben sehr vieles finanziert im Gesundheitsbereich ja.

00:30:14: In Uwanda beispielsweise das Geld ist weg Die Leute haben keinen Schock mehr und die Versorgung findet nicht statt.

00:30:20: Und wir sehen jetzt dass die Zeit wieder nach oben gehen.

00:30:23: Leute werden nicht mal behandelt bekommen, die Medikamente nicht.

00:30:25: Sterbefälle steigen.

00:30:27: Man wird noch ein bisschen brauchen und zu sehen wie schlimm der Auswirkung wirklich ist.

00:30:31: aber natürlich hat das einen Effekt Wenn wir die Arbeit komplett stoppen würden Das Leben würde natürlich weitergehen Aber es gibt ziemliche Einschnitte für viele Menschen Jobverlust weniger Einkommen weniger mit Gestaltungsmöglichkeiten.

00:30:48: Also ich denke dass wir ja je nachdem Wo du siehst und best betrifft, du hast schmerzhaft.

00:30:55: Das heißt, du sieest schon so diesen großen Bogen?

00:30:57: Dass es eine langfristige Entwicklung ist die man auch so weiterführen sollte.

00:31:01: um diese Regionen sind das ja am Ende irgendwie wirklich auch irgendwann.

00:31:07: aber ich meine das Ziel ist schon Sie irgendwann in der Selbstverantwortung nicht.

00:31:11: haben wir jetzt ne schöne Brücke gleich zu unserem Thema Aber so in die selbst Verantwortung zu bringen auch oder

00:31:17: natürlich aber wenn wir Schauen, bis sich gewisse Länder und Regionen entwickelt.

00:31:21: Der Bedarf ist nach wie vor gigantisch und groß und der wird so schnell nicht weniger werden.

00:31:25: Jetzt mit den ganzen Klimaverschiebungen gibt es ja auch schon große Probleme.

00:31:29: Ich habe das selbst gesehen in Süd-Ethiopien, wo Bauern ihre Dörfer verlassen und dort verschlägen entlang der Straße leben und von Organisationen allementiert werden und vom Staat aber sie einfach keine Nährungsgrundlage mehr haben.

00:31:43: Das wird mehr und das wird's geben und also es gibt zu tun nach wie vorher In den nächsten Jahren auf alle Fälle.

00:31:51: Okay, wichtig zu wissen!

00:31:53: So dann schlagen wir jetzt mal dem Bogen, du hattest gerade schon so ein bisschen angekündigt.

00:31:57: Du hast vorhin gesagt, im Jahr zwei tausend siebzehn bist du zur Bitcoin gekommen.

00:32:00: Magst du mal das so kurz erzählen wie es dir begegnet ist und was das mit dir gemacht hat?

00:32:07: Ja also eine spannende Geschichte.

00:32:09: ich bin eigentlich auch nicht der Techniker.

00:32:11: Ich war damals auch schon fünfundvierzig, die ältere Generation.

00:32:16: Ich bin so dazugestoßen, dass ich nehmt beruflich als Trauerredner und als Hochzeitsredner tätig war.

00:32:23: Und ich wurde gebucht von einem sogenannten Kryptomillionär hieß das damals.

00:32:28: Das war ein junger Österreicher der hat mit Ethereum ziemlich viel Geld gemacht und den.

00:32:33: seine Hochzeit habe ich moderiert und da hab' ich ihn kennengelernt bei der Hochzeit.

00:32:38: Habe auch seine Freunde kennengelernet und die waren alle aus diesem Krypto-Space, der damals extrem aufstrebend war, zuerst siebzehn Und mein Eindruck war, das sind keine Nerds.

00:32:46: Das sind Business-Leute.

00:32:48: Dies ist Serious!

00:32:50: Und das hat mich beeindruckt und habe mich dann etwas beschäftigt... ...und bin ich kann mich noch genau erinnern mit meinen damals dreifährigen Sohn ins Haus auf Nakamoto gegangen.

00:32:58: Das war ein Bitcoin-Store im Wien der einzige damals.

00:33:02: Und hab damals eben mit Bargeld Bitcoin gekauft.

00:33:06: Das hat sich extrem komisch angefühlt.

00:33:08: Aber ich habe zu meiner Sohn gesagt, wir sehen dass es das wirbt einmal was?

00:33:12: Obwohl irgendwie auch Es sich komisch angefühlt hat und das war dann diese wilde Zeit mit zwei siebzehnen drauf.

00:33:19: Aber ich bin immer dabei geblieben, habe auch schon zwei sieben überlegt zu Bitcoin fundraising etwas zu machen.

00:33:24: Ich hab auch damals zwei Seminare angeboten, es war damals viel zu früh, es hat keiner verstanden.

00:33:29: bei meinem ersten Training kann ich noch erinnern dass einer halben Stunde jemand aufgezeigt hat und der sagt Entschuldigung, ich verstehe kein Wort Und heute ist es etwas besser, ich mache die Trainings jetzt wieder aber noch immer Stehen wir sehr am Anfang der Aufklärung.

00:33:44: Also Bitcoin ist immer ein ziviljesnischen Thema in der Gesamtgesellschaft und besonders der MPOs.

00:33:51: Ja, wann hast du denn verstanden?

00:33:53: Und vielleicht auch wie das eben nicht nur was ist, was man jetzt kauft und dann irgendwie das an Wert gewinnt sondern was Bitcoin insgesamt eigentlich bedeutet und eben auch vielleicht führt das ganze Thema wo wir uns gerade so lange drüber unterhalten haben.

00:34:08: Wie lang war dein Prozess sozusagen dahin?

00:34:12: Ja, das kann ich ziemlich genau sagen.

00:34:13: Also seit zehn Jahren bin ich dabei und knapp zehn Jahre habe ich gebraucht um es so weit zu verstehen dass ich sie in meine Welt integrieren kann und auch darüber sprechen kann.

00:34:23: also wirklich lang gebrauchte.

00:34:25: ich hab ihr wie den meisten Bitcoiner hunderte Stunden investiert im Podcasts in Gespräche.

00:34:30: AGM Change aber sicher dass ich jetzt bei Bitcoin Austreiter dabei bin.

00:34:33: Das ist ein Verein das schon sehr lange gibt wo auch viele langjährige Bitcoiner dabei sind wo ich sehr viel gelernt habe auch durch die Feinstaltungen, Zitadelle, Prag, Google Start und mal zu hinfährt.

00:34:45: Und so doch nicht mehr tiefer ein.

00:34:47: Jetzt fühle ich mich kompetent genug um zumindest über meinen Spezialbereich zu sprechen.

00:34:54: aber Bitcoin ist ja so facettenreich.

00:34:57: Okay dann lass uns da mal ein bisschen einsteigen wo es jetzt so die Schnittstelle.

00:35:02: was kann Bitcoin für Menschen tun?

00:35:04: Die eben in solchen Regionen leben, die noch nicht so entwickelt sind wo es vielleicht kein Geld und Bankensystem gibt wie wir das eigentlich gewohnt sind.

00:35:15: Ja Bitcoin kann ja extrem viel bewirken und das bewirkte auch schon viel besonders in Ländern wo du extrem hohe Inflation hast, wo du keine Zugang zum Bankenssystem hast.

00:35:24: also in Uganda kannst du als normaler Bürger kaum ein Bankkonto eröffnen weil du einfach die ganzen Zertifikate nicht hast, die Urkunden nicht hast und auch zu wenig Cashflow hast.

00:35:34: Und da kann Bitcoin schon etwas ausmachen, besonders eben als Inflationsdenfer.

00:35:40: Die meisten Länder haben hohe Inflation und wir sehen ja schon dass das passiert.

00:35:45: Beispielsweise in Kenia gibt es ein tolles Projekt in Kibera, das ist eines der großen Slams eine circular economy die wirklich zu funktionieren scheint wie ich höre Ich war noch nicht dort.

00:35:56: Ich habe auch circular Economies gesehen in Guatemala, die von außen initiiert waren.

00:35:59: Die meines Erachtens nicht so toll funktionieren.

00:36:01: also das muss von innen wachsen und ich glaube da tut sich einiges also mehr als wir wahrnehmen weil im ostafrikanischen Kontext die Leute es sind viel digitaler ist wie fast jeder das Smartphone.

00:36:14: sie verwenden mobile money.

00:36:16: dieses mps gibt's dort schon seit fünfzehn Jahre sollte.

00:36:18: eine Firma, die das anbietet ist jetzt nicht Bitcoin.

00:36:23: Aber die Leute haben den Zugang dazu und mittlerweile gibt es Apps wo du Bitcoin direkt wechseln kannst und so dieses andere App.

00:36:29: also gibt's so viele Möglichkeiten Und ich denke dass hat unglaublich großes Potenzial.

00:36:34: Okay da müssen wir ein bisschen genauer einsteigen.

00:36:37: Du hast als erstes hier von oder was mich als erster jetzt noch interessieren würde Du hast von diesem Projekt in Kenia war es jetzt glaube ich circular Economy gesprochen.

00:36:45: Was genau kann ich mir darunter vorstellen?

00:36:47: Was passiert da genau?

00:36:49: Ich würde in dem Fall bedeuten, dass du Bitcoin verwendest um für Dienstleistungen zu bezahlen oder auch in Geschäften zu bezahlen.

00:36:57: Also eine von der gängigen nationalen Währung abgekoppelten System und das scheint dort gut zu funktionieren also im Sinne von Jugendliche bekommen wenn sie Müll sammeln ein Satoshi ist.

00:37:11: Das kann man sich da einsetzen und sich etwas kaufen.

00:37:17: in der Entwicklung sein.

00:37:18: Aber wie gesagt, ich kenne es jetzt nicht persönlich.

00:37:21: Da gab's irgendwie mal eine Doku glaube ich auch in der Öffentlich-Rechtlichen.

00:37:29: Genau bei uns irgendwie so.

00:37:31: Das heißt die leben eigentlich schon ein bisschen den Bitcoin Standard in so einer Parallelgesellschaft innerhalb dieses Gebietes.

00:37:40: Und halt

00:37:41: diese Stadtviertels scheint das so zu sein?

00:37:48: Und jetzt hast du gerade gesprochen, dass in ... war das jetzt Uganda dann dieses... die sowieso schon digitales Geld haben?

00:37:56: Was nicht Bitcoin ist.

00:37:57: Was kann ich mir darunter vorstellen?

00:37:59: Das sagt mir gar

00:37:59: nichts!

00:38:00: Also in Ostafrika gibt es seit vielen Jahren M-Pesa.

00:38:04: Das ist ein digitales Zahlungsmittel.

00:38:06: Das funktioniert über Handys und braucht sich da mal ein Smartphone dafür.

00:38:10: Und das Spanne daran ist, du kannst das gut haben verschicken von Hände zu Händi.

00:38:13: Du kannst aber auch das Gut haben einlösen bei Kiosken in jedem Dorf.

00:38:17: Das heißt, du gehst mit dem Handy hin, gibts denn das digitale Guthaben und da gibt dir Cash?

00:38:21: Und das war ein Game Change.

00:38:23: Aber früher war es so, es gab kein Bankensystem,

00:38:25: d.h.,

00:38:25: wenn du Geld von der Stadt ins Dorf bringen wolltest – und das ist eigentlich der übliche Weg, weil die Leute in den Start gehen arbeiten und die Familie bleibt im Dorf, die Alten bleiben im Dorff, die Kinder brauchen Geld – dann musste ich das dem Busfahrer mitgeben.

00:38:36: Es war kompliziert, er hat natürlich auch etwas verlangt Und jetzt geht das instantly seit zehn, fünfzehn Jahren und wird breit genutzt.

00:38:45: Also extrem digital.

00:38:48: Dann können wir uns viel abschauen.

00:38:50: Gut wie haben die Systeme?

00:38:51: Wir brauchen sie nicht so.

00:38:52: aber du hast Ostafelkasse erfüren und deshalb glaube ich auch dass die Bitcoin-Adoption dort schneller vereinstehen kann als anderswo.

00:38:59: Okay!

00:39:00: Das heißt es ist ein Zahlungssystem.

00:39:04: oder ist es ein eigenes Geld auch?

00:39:06: Nein, es war ein Zahlungssystem.

00:39:07: Es war wenn eine nationale Währung Aber halt digital abgebildet.

00:39:12: Also quasi so eine Art Paper, aber für die Region dort speziell aufgesetzt

00:39:18: ist?

00:39:18: Genau!

00:39:19: So kann man es sagen.

00:39:20: Okay... aber das Geld ist nach wie vor ein zentrales Geld was von der Regierung ausgegeben wird.

00:39:26: Ja.

00:39:26: Aber du vermutest um das jetzt für mich klar zu ziehen, dass halt weil die das eh schon gewohnt sind mit dem Geld irgendwie quasi so zu umzugehen, dass sich deswegen Bitcoin dort besonders schnell durchsetzen wird.

00:39:39: oder was ist da dein Hintergedanke?

00:39:41: Ja, das wäre mein Zugang.

00:39:42: Sondern wenn das Wissen darüber steigt dass Bitcoin wertstabiler ist, mittel- und lachfristig gesehen und dass es auch leicht zu bedienen ist am Handy und dass er sicher ist Es geht halt sehr viel um Education.

00:39:53: also man muss das wissen unter die Leute bringen aber es ist ja eine junge Generation wie es begierig Unternehmens bereitet.

00:40:01: Also wir haben erst eine Startup Mentalität, eine Business Mentalität die viel stärker ausgeprägt ist als bei uns.

00:40:07: Ja, weil wir haben auch viel mehr mit überleben und beschäftigt die sind.

00:40:11: Aber für Agila agiert ja.

00:40:14: Deshalb glaube ich dass das ziemlich Zukunft hat.

00:40:16: Auch wenn es von staatlicher Seite nicht reguliert wird.

00:40:19: aber das scheint nicht der Fall zu sein.

00:40:21: Ah ja, nimmst du da irgendwie was war wie jetzt so aus Regierungskreisen quasi auf das Thema reagiert wird dort vor Ort?

00:40:28: Sagt ihr da in Gesprächen auch mit entsprechenden Mitgliedern der Regierung oder was auch immer...

00:40:36: Nein, es ist von Land zu Land unterschiedlich.

00:40:38: In Ostafrika habe ich jetzt relativ locker gehandhabt.

00:40:40: Ich selber bin ja nicht involviert.

00:40:41: Es gibt natürlich Jibrol mit keiner vor Ort.

00:40:44: Keine einundzwanziger Stammtische.

00:40:46: Die nehmen sich dort wahrscheinlich an.

00:40:47: Aber die gibt dort auch Stammtsche und eine recht lebendige Community.

00:40:52: Das ist mein Eindruck.

00:40:54: Besonders in Nairobi, Kampala als in den urbanen Hotspots.

00:41:00: Und jetzt in den Ländern, wo du so hauptsächlich zu tun hast, Äthiopien hast du genannt, Uganda glaube ich Südzudan.

00:41:08: Wie nimmst du es da war?

00:41:10: Also ist da auch schon irgendwie so eine Entwicklung zu sehen?

00:41:13: Na ganz, ganz wenig.

00:41:14: also in Entwicklungszusammenarbeit noch kaum.

00:41:18: Ist ja auch nicht so leicht zu implementieren.

00:41:19: Anders musst du Erwernisse schaffen und die Leute ausbilden.

00:41:22: Die müssen damit umgehen können.

00:41:23: Da müssen sie das als Zahlungsmitleid einsetzen können oder das ist ja schwierig.

00:41:28: Also das ist alles noch sehr am Anfang.

00:41:34: Und auch aus der Bevölkerung selber, die haben nicht die Zugänge wahrscheinlich dazu sich da selber das Wissen irgendwie draufzuschaufen.

00:41:42: Wir haben gerade gehört wie lang es dauert das irgendwie zu verstehen.

00:41:47: Ja wobei ich höre immer wieder dass in Afrika das viel schneller verstanden wird weniger jetzt die Theorie dahinter, sondern am Anfang der konkreten Nutzen.

00:41:55: Der konkrete Nutzer ist die schnell und deshalb stehen die Leute auch schneller drauf ein.

00:42:01: Aber trotzdem natürlich mainstream Adoption oder wie ist denn das davon?

00:42:05: sie genug weit entfernt hat?

00:42:06: Das sind junge decafine Leute, die sich damit beschäftigen also es nur eine kleine Bubble.

00:42:11: Glaubst du, das finde ich gerade so eine spannende Frage die ich mir immer wieder jetzt auch überhaupt im Gesamtkontext Bitcoin stelle.

00:42:18: Du hast gerade gesagt, sie verstehen vielleicht nicht alles so aber Sie verstehen den konkreten Nutzen und ich finde manchmal wird ja in der Bitcoin-Bubble das auch so dargestellt.

00:42:26: und naja, aber Bitcoin wird sich nie durchsetzen weil es viel zu kompliziert ist, versteht ja keiner und so.

00:42:31: Und meine These dazu ist ja eigentlich genau das was du grade sagst.

00:42:35: Die Leute müssen das nicht im Detail verstehen wie die Blockchain funktioniert und was weiß ich?

00:42:41: Sondern die müssen den Nutzen verstehen uns anwenden können Und dann ist doch irgendwie genug Raum für die Adaption, oder wie siehst du das?

00:42:51: Ich sehe es genauso.

00:42:52: Wir sind extrem verkopft unterwegs und ideologisieren Fülle in Bitcoin, wo ich mich auch sehr schwer tue – das ist vielleicht ein eigenes Thema!

00:42:59: Es geht wirklich um den Nutzen.

00:43:00: Der Nutzen ist in diesen Ländern natürlich viel mehr gegeben als bei Russen und deshalb glaube ich auch dass sich viele spannende Aboptionen werden.

00:43:10: In Deutschland finden, wenn dort entdeckelt und dort hoffentlich seinen Gamechanger werden.

00:43:14: Weniger weniger bei uns wird es einfach wertsprechhaft bleiben.

00:43:18: Und der konkrete Nutzen das hast du jetzt ein paar mal gesagt ist ja bei denen vor Ort wahrscheinlich dass das Geld was sie täglich benutzen also das Bitcoin stabiler ist in Wert erhalt als das Geld die normalerweise täglich nutzen müssen Richtig.

00:43:35: Das heißt, das ist der Hauptnutzen den Sie davon sehen konkret?

00:43:39: Das ist ein Nutzen.

00:43:41: Ich frage jetzt können sich es leisten?

00:43:42: also oft ist es so von der Hand im Mund mal nicht von Tag zu Tag.

00:43:45: Ich habe wenig Sparque wurde aber wenn ich es schaffe dann spare ich in Bitcoi und die zweite Möglichkeit natürlich als Zahlungsmittel über Leitningen hab' ich viel weniger Gebühren.

00:43:55: Also wenn ich dieses MP-Serf verwende weil da werde ich ziemlich mitgeschnitten.

00:43:58: Es ist nicht günstig.

00:43:59: Interessant.

00:44:00: Und das bei Leitning natürlich günstiger

00:44:03: Okay Und das verstehen die dann gleich.

00:44:06: Und

00:44:06: das verstehende ganz klar, da brauchen sie kein Blockchainwissen oder Bitcoin ein Jahr oder nein.

00:44:12: Sondern wir sehen einfach den Nutzen, das sind sehr pragmatische Leute, ja?

00:44:15: Die ist so wie bei allgemeiner jetzt, aber der Pragmatismus steht dort an erster Stelle und die drogieren weit hinten.

00:44:23: Das heißt also es geht gar nicht so sehr um dieses Sparen weil das für viele oft noch gar nicht möglich ist sondern wirklich so dieses hey ich kann hier... Also ist es denn so eine Art quasi billiges Geld verwenden oder wie wird das verstanden?

00:44:40: Was verstehen die dort, ich muss keine Gebühren bezahlen.

00:44:42: Deswegen kommt mehr dann noch zu Hause im Dorf an wenn ich es darüber versende?

00:44:48: Genau als einerseits.

00:44:50: Ich glaube schon dass das Hauptziel ist wie möglich, dann spare ich weil ich habe ja keine Alternative.

00:44:55: Also Gold ist dort kein Thema und die nationale Währung verfehlt.

00:44:59: also wenn ich ein bisschen etwas spare in paar Satz, dann mache als Zahlungsmittel, aber eher in der Stadt am Dorf, weil wir nix dafür kriegen.

00:45:07: Also von dem her ist es dann auch wieder begrenzt momentan ein eher robanes Phänomen

00:45:13: und wird das auch umgetauscht?

00:45:15: Wenn ich mir jetzt vorstelle du sagst gerade gesagt da werden Gebühren gespart.

00:45:18: wenn ich jetzt sage okay ich bin in der stadt ich verdiene Geld Ich schicke jetzt Satz zu Hause ins dorf Können die das nicht verordern, umtauschen?

00:45:25: Und dort hat man den größeren Umtauschbetrag sozusagen nutzen.

00:45:31: Also wird es dafür auch eingesetzt?

00:45:33: Ich glaube im Dorf ist niemanden empfindet.

00:45:35: In der Stadt kannst du natürlich leicht untauschen und gibt's Leute, die das machen.

00:45:39: Die Besatzorgane sammeln und tauschen dann gibt's die Infrastruktur aber am Dorf nicht weil einfach die Adoption noch nicht so weit ist.

00:45:47: Okay, jetzt hast du vorhin gesagt, du gibst Trainings in diesem Bereich.

00:45:51: Wen trainierst du?

00:45:52: In was?

00:45:55: Ja also meine Kunden sind MPOs die sagen okay spannendes Thema wir wollen noch bionierhaft agieren und haben auch ein Thema das Bitcoin interessieren könnte aber wir kennen uns nicht aus.

00:46:08: Das ist ein Strang.

00:46:09: als zweiter Strang ist dass eine MPO sagt Wir haben einen Bitcoin Spender der möchte uns etwas geben.

00:46:13: Wir kennen uns.

00:46:14: Ach, auf so einen Fall hatte ich schon.

00:46:17: Und ich gehe dann sofort, dass ich sage okay wir entwickeln gemeinsam eine Bitcoin-Policy für Euren Vorstand und für Eureen Rechnungsprüfer wo wir drin schreiben wie wir damit umgehen, wie wir das ganze technisch abwickeln ob wir auch noch nie mehr Spenden akzeptieren alle diese Dinge wie man Risikopewertungen machen.

00:46:35: Das ist der erste Schritt, zweiter Schritt ist da eine technische Umsetzung und natürlich auch trainieren da Leute, dass sie einmal Bitcoin verstehen und sich auskennen.

00:46:44: Und der letzte Schritt wäre nach OK, konzipieren wir eine Fundraising-Kampagne?

00:46:47: Wie kann die ausschauen?

00:46:48: Wo erreiche ich die Bitcoins?

00:46:49: oder wie komme ich mit meinen Dänern durch?

00:46:51: Wie können ich Leute

00:46:51: ansprechen?".

00:46:53: Und das ist eigentlich das Paket, das ich hier mit meinen Kollegen bei Tventivon NPO anbiete.

00:46:58: Wir machen das noch nicht so lange.

00:46:59: Das heißt, wir sind auch noch in einer Bionierphase.

00:47:02: Es gibt ein paar Organisationen, mit denen wir da kooperieren unter anderem über den Welt.

00:47:06: Es geht aber auch andere.

00:47:08: Also dann stelle doch jetzt mal da, damit ich das auch verstehen kann.

00:47:12: Was ist der Vorteil?

00:47:14: Du sagst immer NPO, ich kenne NGO, das ist wahrscheinlich das gleiche oder?

00:47:18: Genau!

00:47:19: Was ist denn der Vorteile für die, wenn sie sich mit diesem Thema insgesamt mehr auseinandersetzen und in ihre Abläufe integrieren?

00:47:34: Das Interesse wird geweckt indem man sagt okay es gibt einen zusätzlichen Spendenkanal Der ist wahrscheinlich relativ überschaubar und klein, die Community ist nicht einfach zu erreichen.

00:47:43: Aber andererseits auch relativ unbeackert von anderen Fun-Presing-Initiativen.

00:47:48: Das ist eine sehr spezielle, du kennst die Community sehr speziell!

00:47:52: Das ist der erste Punkt... ...der zweite ist es ist ein Altersphänomen, das heißt die Jungen sind Bitcoin-Affiner, wir gehen davon aus, es wird viel vererbt, es gibt einen Innenbild,

00:48:03: d.h.,

00:48:03: es wird eher wachsen wenn mehr Leute mit Bitcoin zu tun haben.

00:48:07: Ich werde mehr Leute erreichen können.

00:48:10: Das Dritte ist, wenn ich Bitcoin weiter denke, dann kann ich mal überlegen, okay, kann ich es vielleicht in meinem Projekt als Zahlungsmittel einsetzen?

00:48:17: Ja jetzt noch schwierig aber vielleicht!

00:48:19: Wenn das der Adoption vorwahlschreitet möglich, kann nicht vielleicht meine Bitcoin verwenden um mir ein finanzielles Rückgrat aufzubauen also zu hodeln.

00:48:27: Manche Organisationen machen das auch ganz klar sagen wir sammeln die Bitcoin ein halten die vier Jahre hoffen auf Wertzuwachs und schaffen uns damit eine gewisse finanzielle Freiheit.

00:48:38: Und kann ich das vielleicht irgendwann einmal als Sicherheit für einen Kredit einsetzen?

00:48:43: Also all diese Möglichkeiten gibt es und das versuche ich auch in meinem Buch zu beschreiben.

00:48:47: Das ist nicht nur das Fundtracing, sondern da entsteht alles ganz viel umfassender.

00:48:53: Es gibt Organisationen die jetzt thematisch vielleicht interessant seien zum Thema Datenschutzdatensicherheit Bekämpfung von seltenen Krankheiten wie auch immer innovative Dinge, Open Source Dinge.

00:49:05: Natürlich auch so Bitcoin-Projekte wie beispielsweise eine Satoshi-Statue in Wien zu errichten oder in Prag.

00:49:10: da gab es auch Fundraising-Kampagnen die sehr erfolgreich waren.

00:49:14: also das kann viele Inhalte haben.

00:49:17: Und also du hast jetzt gerade schon Jugend eine Welt angesprochen.

00:49:22: Das ist jetzt eine Beispielorganisation, wenn ich das richtig verstehe die eben jetzt schon Bitcoin-Spenden akzeptiert.

00:49:27: Richtig?

00:49:28: Genau!

00:49:29: Das ist ein Bionierorganisation.

00:49:30: Ist etwas außergewöhnlich.

00:49:32: dort war es so dass der Geschäftsführer und Gründer sehr Bitcoin affinbar war.

00:49:36: Also das ist jemand der sehr offen ist ja, sehr innovativ und er hat es im Jahr zweitausendfünfzehnt schon gesagt, naja das wäre doch einmal ein Versuch wert Bitcoin-Spenden zu generieren.

00:49:46: und er hat das damals in Kooperation mit Coinfinity gemacht.

00:49:48: Das ist ein Bitcoin Broker aus Graz, der erste in Österreich.

00:49:52: Und man hat damals gesammelt, es war eine Flüchtlingskrise also für Flüchtlingesarbeit und da kamen eins, acht, drei Bitcoins zusammen.

00:50:01: Das war in dieser Sicht wirklich viel.

00:50:04: Man hat das dann mal so relativ schnell gewechselt, dass man sechshundert Euro.

00:50:08: Aber das war einmal seine Anfangserfahrung.

00:50:11: Dann hat man das Thema eher liegen gelassen, weil andere Prioritäten waren und es gab ja eine Gekrügtoskandale.

00:50:15: Und natürlich, man hat eine Spenderbasis die ja traditionell ist und die möchten auch nicht zu sehr verstören.

00:50:21: Jetzt möchte ich mir das wieder angehen, wenn man sagt, Israel war, das hat eine gewisse Größe Wir haben einen Track record.

00:50:28: also wir haben uns damit beschäftigt, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.

00:50:31: Da hat man eben eine neue Webpage erstellt mit keine spenden AD wo eben Spenden eingeboren werden Am Endeffekt für drei Töpfe.

00:50:43: Ein Fonds heißt Zukunftsfond und wird wirklich darüber, was die Organisation Bitcoin bekommt und vier Jahre Heldtotelt als finanzielles Grückgrad in Zeiten wo halt andere Förderströme eher weniger werden.

00:50:55: Zweite ist für Bildungsprojekte, die einen Bitcoin-Bezug haben da sind wir noch dabei zu entwickeln.

00:51:01: eine Idee wäre ein Bitcoin Lehrstuhl in Ecuador zu etablieren.

00:51:05: Da braucht man natürlich Großspende, also wo hätte man Bitcoin vieler Tropen?

00:51:08: Das ist ja auch ein neues Thema.

00:51:11: Und das Dritte ist Wohthilfe-Merchancy wenn möglich von statlicher Seite.

00:51:16: Also Nepal geht es nicht, weil da ist Bitcoin verboten in anderen Ländern ist es eher möglich aber da braucht man auch ein bisschen Zeit, weil man die Partner vor Ort auch mit Bitcoin schwulen muss als ein Prozess.

00:51:27: Aber wir haben den jetzt gestartet und ich berate mit dort.

00:51:31: Wir werden sehen wie sich das weiterentwickelt.

00:51:34: Und was für Schwerpunktprojekte hat jetzt Jugend eine Welt?

00:51:37: Also das ist so deren Thema.

00:51:41: Das Motto von Jungt eine Welt, Bildung überwindet Armut.

00:51:45: Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche besonders auch Straßenkinder und was dort gefördert wird werden sind Projekte zur Beruflinnausbildung also mit Berufsschulen.

00:51:54: man arbeitet da mit den Dom Ostkursalle Sianer zusammen und es ist ein ordentlichen erster Linie Berufsschutz betreibt im großen Stil in Entwicklungsländer Und da ermöglicht man diesen Kindern natürlich eben eine Ausbildung zu bekommen.

00:52:06: Also eigentlich ist es ja ein starker Kurs, sag ich jetzt einmal, damit er mit einer gut dokumentierten Erfolgsstory ist.

00:52:15: Wie lange gibt's die schon?

00:52:16: Dreizig Jahre wird nächstes Jahr gefeiert also relativ etabliert

00:52:20: und das treibt

00:52:21: sie nicht bekannt.

00:52:23: Weil ich kannte das jetzt noch nicht, bevor du... Ja, das

00:52:25: ist eine澀ische Organisation.

00:52:26: Ah,

00:52:27: okay!

00:52:28: Und sind in allen möglichen Kontinenten auch... In

00:52:31: allen möglicher Ländern?

00:52:32: Dadurch dass ich dieses Netzwerk haben mit den Domboscos alle sehr anderen können sich über die hundertdreisig Länder bedienen.

00:52:37: Das ist ja sehr flexibel und bedarfsorientiert so wie einmal.

00:52:43: Und gibt's denn da auch dann Ideen, entweder jetzt bei Jugend eine Welt oder generell bei den NGOs die du da berätst.

00:52:50: Dass es halt diese Bitcoin Spenden, die da eingehen quasi irgendwie noch so direkter weitergeleitet werden in Projekte.

00:52:59: also das die Features, die Bitcoin ja mit sich bringt außer dem Wertspeicher.

00:53:04: Das hast du ja schon gesagt mit dem Zukunftfonds das finde ich cool.

00:53:08: aber das sozusagen auch dieses was wir eben vorhin besprochen haben dieses Geld direkt übertragen und günstig direkt an den Menschen ranzubringen dass das irgendwie mit Thema ist in irgendeiner Form wird das besprochen diskutiert eingeplant.

00:53:23: Ist auf alle Fälle ein Thema oder?

00:53:26: Aber du musst es halt zuerst darauf bereiten dass du es dann wirklich tut.

00:53:28: entfangen wäre kann ich habe gesehen Nicht ganz simpel, dass man es in der Organisation implementiert.

00:53:33: Mit dem Bullet Management und so, damit das alles passt.

00:53:36: Und dann braucht's das vor Ort auch.

00:53:37: Dann brauchst du natürlich auch noch Dienstleister oder was du immer auch brauchst.

00:53:45: Geschäfte, die das auch annehmen.

00:53:47: Aber mein Ziel ist es ja, Brückenbauer wie auch immer also die Adoption voranzutreiben.

00:53:51: Das wäre halt ein kleiner Strang, wo man sagt, auch in diesem Bereich versuchen wir eine Adoptions voran zu treiben, indem wir es einfach ausprobieren.

00:53:59: Nicht von halb drauf morgen aber... strategisch das weiterentwickeln.

00:54:03: Okay, schön!

00:54:05: Und so als Vision?

00:54:08: Ich weiß nicht.

00:54:08: hast du eine Vision für die Entwicklungszusammenarbeit was sich da verändern kann wenn Bitcoin jetzt mehr ins Spiel kommt?

00:54:20: Eine Vision wäre dass es bürokratisch einfacher wird wenn die Systeme am etabliert sind natürlich auch transparenter nachvollziehbarer schneller Ja, da sehe ich die Möglichkeiten.

00:54:38: Und natürlich wenn es dann vor Ort auch bei den Begünstigten also sozusagen im letzten Glied ankommt das ist die Leute ja mächtig mehr zu machen außerhalb des traditionellen Finanzsystems.

00:54:50: Das heißt da sind wir jetzt schon so bei dieser Ebene von diesem Projekt was du von Kenya erzählt hast und so na?

00:54:58: Also das wäre ja schon eine Vision dass diese Menschen sich wirklich parallelen Bitcoin-Standard irgendwie aufbauen.

00:55:07: oder ist das zu visionär?

00:55:10: Ja, das ist sehr visionär.

00:55:11: Aber ja dazu braucht es Visionen also müssen wir nicht.

00:55:15: Das sollte in die Richtung gehen und jetzt sind Entwicklungszusammenarbeit den großen Beitrag leisten wird.

00:55:20: Es würde jetzt bezweifeln aber punktuell auch alle Fälle und für mich ist es eine volle Fälle ein bisschen

00:55:30: Gibt es denn eigentlich schon?

00:55:32: Das war jetzt gerade so ein bisschen meine Frage, mein Gedanke noch.

00:55:35: Eine Organisation die sowas machen könnte wie das man wirklich direkt Menschen... Eins zu eins sozusagen unterstützt.

00:55:45: Also sonst läuft ja immer, wir haben vor am Anfang gesprochen.

00:55:48: Läuft über eine Organisation wo halt irgendwie nur fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent in der Organisationsstruktur verloren geht an den Geldern?

00:55:55: Wenn es jetzt eine Organisation gäbe die sozusagen nur eine Art Datenbank hat und sagt da ist die Familie XY, da ist Frau so-und-so Und hier ist Schule XY Hier kannst du direkt Bitcoin hinsenden Ist das Quatsch oder ist das eine Idee?

00:56:14: Es gibt ja eine Organisation, die so ein ähnliches anbietet.

00:56:16: Die heißt Gift Directly aber nicht über Bitcoin, sondern über Fiat.

00:56:20: Ich muss aber auch schon eine Lanze für die traditionelle bleiben.

00:56:23: und du hast gesagt zehn bis fünfzehn Prozent versiegt kann.

00:56:26: also es wird dir was dafür getan.

00:56:31: Wenn du's direkt magst, das kann schon möglich sein.

00:56:33: aber da ist die Frage okay wer will die Familie noch so gut usw.

00:56:37: Das ist eine Hilfe von Privat am Privat, also so bist die Familien untereinander machen.

00:56:42: Wenn ich die Aspe rauswärme dann schicke ich Geld an meine Familie.

00:56:45: Das ist ja alles okay und wichtig.

00:56:47: Aber in der Entwicklungs- zusammenarbeit geht es ja darum größere Projekte zu unterstützen Stichwort Schule oder anderes.

00:56:52: Und da brauche ich Strukturen im Hintergrund.

00:56:54: Ja Bier du Bier direkt ohne Oberhälter.

00:56:57: das kann ich nur machen von Privat an Privat Wo es schon sein wird und das ist ja schon voll im Gange, dass die Strukturen in Norden, also in Europa natürlich sinken und schrinken und schrumfen.

00:57:10: Und auch auf viel mehr vor Ort gemacht werden.

00:57:12: Was auch richtig ist.

00:57:13: Im Sinne der Decolonialisierung, der Zeitalisierung gibt's große Debatten dazu.

00:57:17: Und so werden also Jobs wie sie jetzt haupt weniger.

00:57:19: Also Programmkoordinatoren, die da jetzt die Inhalte mitbestimmen.

00:57:22: Das wird immer weniger.

00:57:24: Es wird immer mehr ausgelagert weil es gibt durch gute qualifizierte Leute, die können das zunehmen.

00:57:32: Das ist ja wirklich nochmal eine sehr gute Entwicklung.

00:57:37: Wenn wir den großen Bogen noch mal spannen, von wo kommst du her?

00:57:41: Als du damit angefangen hast und wo wir jetzt sind, ist das doch auch wenn es dich am Ende arbeitslosere Macht.

00:57:48: eigentlich genau die Entwicklung, die wir sehen wollen dass sich die Entwicklungshilfe oder die Entwicklungszusammenarbeit selbst überflüssig macht so am Ende des Tages

00:58:01: Wie gearbeitet wird sich extrem verändert und verändert sich jetzt schon sehr.

00:58:04: Wir sind da.

00:58:05: wie die Branche schrumpft, betrifft mich natürlich auch aber ich heutzte mit Satoshi.

00:58:09: das sage ich wenn nämlich neun Dingen zu Bitcoin eher weg von der EZD hin Richtung Bitcoin Ja und es ist ja gut für eine persönliche Werteentwicklung würde ich sagen.

00:58:19: Wenn sich Dinge ändern

00:58:22: Super Ja, vielen Dank!

00:58:24: Ein super spannendes Thema und du kannst sehr klar und direkt antworten.

00:58:29: Das ist für dich super spannend und ich habe echt viel gelernt.

00:58:31: Ich mache das ja auch diesen ganzen Job hier um irgendwie selber was zu lernen und es war heute wirklich sehr interessant.

00:58:37: Vielen, vielen dank dafür.

00:58:40: Du hast ein Buch geschrieben und bist glaube ich gerade dabei in zweites zu schreiben.

00:58:44: oder wie ist das?

00:58:45: Erzähl doch mal.

00:58:46: Genau also ein Buch habe ich geschrieben über Entwicklungs- zusammenarbeit.

00:58:52: Damals aus der Zeit relativ gut angekommen ist.

00:58:55: Wie heißt das?

00:58:56: Entwicklungszusammenarbeit im Umbruch.

00:58:58: heute würde ich jetzt nennen den Zusammenbruch, also muss man wirklich sagen hat sich viel geändert.

00:59:03: mein neues Buch hat ein anderes Thema nämlich Bitcoin fundraising.

00:59:07: es wird heißen gutes Geld für gute Zwecke wie MPHs mit Bitcoin neue Spänken gewinnen und es wird bei apricot media erscheinen Hoffentlich im April, das ist

00:59:40: ja noch ein bisschen hin.

00:59:41: Wenn du sagst jetzt April nächsten Jahr, dann können wir vielleicht nochmal sprechen was wir irgendwie für dich da und dein Buch nochmal konkret machen können.

00:59:51: Wer ist da die Zielgruppe?

00:59:53: Die Zielgruppen sind Fundraiser, Geschäftsführer und Vorstände von MBO's also nicht die Bitcoin Community als welches sondern ja die Leute die bei MBO'S arbeiten.

01:00:05: Ja spannend!

01:00:07: Gut so gibt es sonst noch was was du noch loswerden möchtest an der Stelle?

01:00:14: Nein alles Beste.

01:00:15: ich glaube ich konnte mich sehr ausbreiten.

01:00:17: vielen Dank dafür.

01:00:19: Ja, vielen Dank.

01:00:20: Dann habe ich am Schluss immer zwei Fragen, die ich eben meiner Gäste stelle und die darfst du jetzt auch noch beantworten.

01:00:27: Und die erste lautet für welche drei Dinge in deinem Leben bist du denn am dankbarsten?

01:00:33: Ich auch am besten dankbar bin natürlich für meine Familie und meinen Sohn Der Mittler-Wert der Zweiundzwanzig ist, aber noch kein Bitcoin erläutern.

01:00:42: Sie sind nur nicht gelungen zu orange spielen und ich arbeite daran.

01:00:46: Ich bin dankbar für meine Gesundheit die mir fünffünfzig Jahre Reservoir erhalten geblieben ist.

01:00:53: Und ich bin dankba dass ich eine Detikate habe wo ich viel gestalten kann kreativ sein kann wo ich mich weiterentwickeln kann Wo ich das Tabileg haben mit spannenden Menschen arbeiten zu dürfen.

01:01:04: Dafür bin ich auf alle Fälle dankbar.

01:01:07: sehr schön Gut.

01:01:09: Und meine Schlussfrage ist immer, was ist denn so deine wichtigste Botschaft an meine Familien da draußen?

01:01:16: Ja habe ich lange überlegt und hab dann fokussiert auf eine, nämlich neugierig bleiben.

01:01:20: Ich habe erkannt wie wichtig es ist auch mit zunehmenden Alter dass man neugerig und offen bleibt und immer mehr wissen möchte.

01:01:28: Ich habe festgestellt das die Menschen am besten Altern bis an ihr Lebensende ein Neugierige bleiben und abtodäte.

01:01:36: Sehr schön Ja du, dann glaube ich ist alles gesagt.

01:01:40: Vielen lieben Dank!

01:01:41: Wir bleiben in Kontakt auf jeden Fall schon als Autoren, Kollegen sozusagen.

01:01:47: und ja, ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deiner Arbeit, dass es wirklich völlig unterschätzt wie wichtig das immer noch heute ist und danke, dass du uns da so einen intensiven Einblick meint diese Arbeit gegeben

01:02:06: hast.

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